„Am 4. Februar 1874 beschloss das königlich bayerische Bezirksamt, in Ipsheim ein neues Schulhaus zu bauen.“ Das bis dahin für den Unterricht genutzte Mesnerhaus war nach Meinung der Verantwortlichen untragbar geworden. Hier hatten die Ipsheimer Kinder seit der Reformation lesen und schreiben gelernt.  (in: Ipsheim – Die Chronik eines fränkischen Dorfes, S. 72).

Es dauerte aber noch einige Jahre, bis das neue Schulhaus fertig sein sollte. Am 11. August 1892 wurde der Grundstein gelegt. Bereits am 2. November 1893 hielt man feierlich Einzug in den stattlichen Neubau. Er enthielt drei Schulzimmer und zwei Lehrerwohnungen.“ (ebda.). Viele Jahrzehnte lernten die Buben und Mädchen unterschiedlichen Alters gemeinsam in einem Klassenzimmer.

Seitdem hat das ehrwürdige Gebäude viel erlebt: die Umwandlung in eine landwirtschaftliche Berufsschule, 1938 in eine Gemeinschaftsschule, nach dem 2. Weltkrieg die Einquartierung amerikanischer Truppen, 1977 die Auflösung der Volksschule Ipsheim und schließlich das Wiederaufleben der Schule als 4 klassige Grundschule, die sie bis heute geblieben ist.

Unser ehrwürdiges Gebäude hat viel zu erzählen. Viele Kinderfüße sind über die alten Böden und das knarzende Treppenhaus gegangen. Viele viele Unterrichtsstunden haben sie hier erlebt und die Grundlagen für ihr weiteres Leben erhalten.